PotsdamEtwa 100 sogenannte Reichsbürger, Rechtsextreme und andere haben der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zufolge in Potsdam für die Wiedereinführung der Monarchie demonstriert. Einem dpa-Fotografen nach schwenkten die Menschen unter anderem schwarz-weiß-rote Reichsfahnen, zeigten Logos der Verschwörungsbewegung QAnon und trugen rechtsextremen Kreisen zugeordnete Modemarken. Laut Polizei verlief die Versammlung friedlich.

Zwei verbotene Reichskriegsflaggen seien sichergestellt worden, sagte Heiko Schmidt, Sprecher der Polizeidirektion West in Brandenburg. Die Demonstranten mussten nach Angaben der Polizei auf die Einhaltung der Corona-Hygieneverordnung hingewiesen werden. In einigen Fällen seien ärztliche Atteste vorgelegt worden. 

Der Potsdamer Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) hatte zuvor den geplanten Aufmarsch kritisiert. „Wir sehen es mit Sorge, dass sich Bürger mit ihren Positionen außerhalb unseres Grundgesetzes stellen“, sagte er. Aufgrund der aktuellen Infektionslage in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie hatte ein städtisches Bündnis nicht zu einer Gegendemonstration aufgerufen.

Laut Polizei wurde die Veranstaltung unter dem Motto „Heimath und Weltfrieden“ angemeldet. Die Aktion verlief auf öffentlichen Straßen. Ursprünglich wollten die Protestierenden zum Neuen Palais laufen. Das hatte die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin- Brandenburg untersagt.