Autofahrerinnen und Autofahrer müssen sich auf weitere deutliche Preissteigerungen bei Reifen einstellen. „Wir bekommen die Preisentwicklung massiv bei den Personalkosten und im Einkauf zu spüren“, sagte Stephan Helm, Vorsitzender des Bundesverbandes Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk der aktuellen Ausgabe der Automobilwoche. Seit Anfang 2021 seien die Reifenpreise bereits um rund 20 Prozent gestiegen.

Nun wirken sich die Folgen des Ukraine-Kriegs aus. Russland und die Ukraine waren nach Angaben Helms bislang führend bei der Versorgung Europas mit synthetischem Kautschuk (Butylkautschuk) und mit Ruß. Russland allein lieferte laut europäischem Reifenherstellerverband ETRMA bis zu 40 Prozent des benötigten Rußes. „Diese Rohmaterialien sind von entscheidender Bedeutung für unsere Industrie, und es gibt auf kurze Sicht keine alternativen Versorgungsmöglichkeiten“, sagte ETRMA-Generalsekretärin Fazilet Cinaralp der Automobilwoche.