BerlinIn einem Pflegeheim in Reinickendorf ist bereits im November das Coronavirus ausgebrochen. Dabei handelt es sich um das Domicil-Pflegeheim an der Techowpromenade.  Wie der Tagesspiegel schreibt, hätten sich bis Sonntag 80 Bewohner und 30 Mitarbeiter mit dem Virus infiziert. Zwölf Personen seien mit oder an dem Coronavirus gestorben. Das Heim in Reinickendorf bestätigte den Medienbericht am Montag auf Anfrage der Berliner Zeitung.

Ein Domicil-Sprecher sagte dem Tagesspiegel, der Ausbruch sei auf den 20. November zurückzuführen. „Dies war angesichts der stark zunehmenden Ausbreitung des Virus trotz umfangreicher Hygiene-, Besuchs- und Testkonzepte leider nicht zu verhindern“, so der Sprecher weiter. Man gehe davon aus, dass das Virus von Besuchern in die Einrichtung getragen worden sei.

Die Lage gestaltet sich weiter kritisch. Bewohner, bei denen eine Covid-Erkrankung schwer verlaufe, würden in Krankenhäuser verlegt, teilt der Sprecher mit und ergänzte: „Sofern noch Aufnahmekapazitäten verfügbar sind.“

In den letzten Wochen war es bereits zu Corona-Ausbrüchen in Lichtenberg und Friedrichshain-Kreuzberg gekommen. Mehrere Menschen starben. Im Fall der Lichtenberger Einrichtung zog die Gesundheitsverwaltung um Senatorin Dilek Kalayci Konsequenzen: Die Heimleitung wurde ausgetauscht.

Michael Schulz, Landesvorsitzender der Partei Die Grauen, fordert jetzt ähnliche Konsequenzen für das Heim in Reinickendorf.„ Bei dieser Zahl der Infizierten müssen die Hygieneregeln fahrlässig missachtet worden sein. Hier wurden Fehler gemacht“, erklärt er.