Reinickendorf: Mieter ruft Polizisten und attackiert sie mit Messer

Ein offenbar psychisch gestörter Mann wählt die 110, weil er Einbrecher in seiner Wohnung vermutet. Als die Polizei kommt, greift er eine Beamtin an.

Die Polizei Berlin im Einsatz (Symbolbild).
Die Polizei Berlin im Einsatz (Symbolbild).dpa/Paul Zinken

Ein Mieter hat in Berlin-Reinickendorf am Montagabend die Polizei gerufen und in seiner Wohnung eine eintreffende Beamtin mit dem Messer verletzt. Laut erster Mitteilung der Polizei verständigte ein 48-jähriger Mieter die Notrufzentrale und gab an, dass sich in seiner Wohnung im Eichborndamm zwei Unbekannte aufhielten. Als die Besatzungen zweier Einsatzwagen vor Ort eintrafen und niemand öffnete, sie aber Geräusche aus der Wohnung vernahmen, verschafften sie sich gewaltsam Zutritt.

Eine Person flüchtete daraufhin ins Wohnzimmer und versperrte von innen die Tür. Die Einsatzkräfte verschafften sich Zutritt zu dem Raum, in dem der Tatverdächtige sie drohend mit einem Messer erwartete. Beim Entwaffnen des Mannes fügte dieser einer Beamtin eine leichte Schnittverletzung am Arm zu. Im Zuge der Identitätsfeststellung stellte sich laut Polizei heraus, dass der Tatverdächtige gleichzeitig der Mieter der Wohnung war und selbst den Notruf alarmiert hatte.

Die verletzte Beamtin wurde ambulant im Krankenhaus behandelt und trat anschließend vom Dienst ab. Der psychisch auffällige Mann wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo er stationär aufgenommen wurde. Die weiteren Ermittlungen zur Aufklärung des Falls übernimmt die Polizei Berlin.