LörrachEin Hauptzollamt in Baden-Württemberg hat bei einem Reisenden 700 LSD-Trips in einer Rucksack-Verdickung entdeckt. Der 32-jährige Belgier war demnach mit dem ICE von Frankfurt nach Zürich unterwegs, als ihn eine Streife kontrollierte und dabei in der Rückwand des Rucksacks des Mannes eine auffällige Verdickung feststellte, die von außen nicht zugänglich war. Unter einem Trip versteht man eine für einen Rauschzustand ausreichende Dosis.

Der Mann, der sich auffällig nervös verhalten haben soll, versicherte demnach, nichts im Rucksack versteckt zu haben. Darüber hinaus handle es sich bei dem Gepäckstück um ein Designermodell, das man bitte nicht beschädigen solle. Die kontrollierende Beamtin und ihr Kollege forderten den Mann auf, mit ihnen im Badischen Bahnhof in Basel den Zug zu verlassen.

Der Zoll untersuchte den Rucksack einer Sonde, wobei sich die Verdickung als verborgenes Fach herausstellte, in dem zwei vakuumierte Folienbeutel versteckt waren. Sie waren mit einem Granulat in Form von Sternchen und Perlen gefüllt. Daneben fanden die Kontrolleure noch einen Beutel, der offensichtlich 700 ebenfalls luftdicht verpackte LSD-Trips enthielt.

Die Perlen verwende er zum Backen

Der Reisende gab an, bei den Sternchen handle es sich um Nudeln und die Perlen seien aus Zucker - diese verwende er zum veganen Backen. Die Zöllnerin und ihr Kollege leiteten ein Strafverfahren wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ein und verständigten das Zollfahndungsamt Stuttgart. Diese stellten fest, dass es sich bei dem Granulat um sogenannte LSD-Micro-Trips handelte, die deutlich mehr Wirkstoff enthalten als klassische Trips.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Lörrach verhängte das zuständige Amtsgericht gegen den Beschuldigten Untersuchungshaft. LSD steht für Lysergsäurediethylamid und gilt als starkes Halluzinogen, das bei Einnahme die Sinneswahrnehmung verändert.