Wegen Corona: Reisewarnung für China

Das Auswärtige Amt rät von nicht notwendigen Reisen nach China ab. Die Testpflicht für Einreisende aus der Volksrepublik greift ab Montag.

Das Auswärtige Amt rät von nicht notwendigen Reisen nach China ab.
Das Auswärtige Amt rät von nicht notwendigen Reisen nach China ab.dpa/Christoph Soeder

Die Bundesregierung rät wegen der aktuellen Corona-Welle in China von nicht notwendigen Reisen in das asiatische Land ab. Dies teilte das Krisenreaktionszentrum des Auswärtigen Amtes am Samstag im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Zur Begründung wurden „der Höchststand an Covid-19-Infektionen und das überlastete Gesundheitssystem“ angeführt.

Das Auswärtige Amt teilte auf seiner Webseite zudem mit, dass China ab Montag als „drohendes Virusvariantengebiet“ eingestuft werde. Auf der Webseite des Robert-Koch-Instituts (RKI) hieß es dazu am Samstag: „Die Volksrepublik China (ausgenommen die Sonderverwaltungsregion Hongkong) gilt ab dem 9. Januar 2023 um 0 Uhr als ‚Virusvariantengebiet, in dem eine besorgniserregende Virusvariante aufzutreten droht‘“.

Das RKI weist darauf hin, dass die Formulierung „aufzutreten droht“ eine neue Kategorie in der Einstufung von Virusvariantengebieten sei. Verbunden damit sei eine Nachweispflicht in Form von Antigen- oder PCR-Tests. Bei der Einreise aus Virusvariantengebieten sind stichprobenartige Testungen möglich.

Die verschärften Einreiseregeln für Reisende aus China greifen in Deutschland ab Montag. Das Bundeskabinett hatte am Freitag wie angekündigt die kurzfristig geänderte Einreiseverordnung beschlossen. Deutschland setze damit gemeinsame Empfehlungen der EU-Staaten um, hieß es in einer Mitteilung der Regierung. Die Staaten hatten sich Mitte der Woche angesichts der Pandemie-Entwicklung in China und der dortigen Lockerungen der Reisebeschränkungen „ab 8. Januar“, wie es in der Mitteilung heißt, auf die Empfehlungen verständigt. Der Beschluss fiel im sogenannten Umlaufverfahren, ohne dass das Kabinett zusammentreten musste.

Reisende aus China müssen negativen Antigen-Test vorlegen

Reisende aus China sollen vor einem Abflug nach Deutschland mindestens einen negativen Antigenschnelltest vorweisen müssen, der maximal 48 Stunden alt ist. Kontrolliert werden soll das von den Fluggesellschaften. Zudem sollen Reisende nach der Landung auf Behördenanforderung stichprobenartig getestet werden können. Deutschland will, wie andere Länder, außerdem das Abwasser von Flugzeugen aus China auf mögliche neue Coronavirus-Varianten untersuchen.

Eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums hatte am Freitag gesagt, man erwarte, dass die Verordnung am Montag um 0 Uhr in Kraft treten werde. Sie soll bis zum 7. April gelten. „Damit wird sichergestellt, dass im Fall neu auftretender, besonders gefährlicher Virusvarianten ein Eintrag oder eine Verbreitung in Deutschland zumindest verzögert werden kann“, heißt es von der Regierung.