PortsmouthEin Brite hat sich aus etwa 40 Metern Höhe von einem Hubschrauber aus ins Meer gestürzt, um einen Weltrekord aufzustellen. Beim harten Aufschlag ohne Fallschirm aufs Wasser – mit etwa 120 Stundenkilometern – wurde der 34-jährige John Bream aber kurz bewusstlos und musste von Tauchern gerettet werden. Ob die Aktion des Briten dennoch offiziell anerkannt wird, war am Dienstag noch unklar.

Bei dem harten Aufschlag aufs Wasser mit etwa 120 Stundenkilometern wurde der 34-Jährige kurz bewusstlos und musste von Tauchern gerettet werden. 
Foto: PA Wire/dpa/Andrew Matthews

Helfer berichteten von einem ungeschickten Sprung, bei dem sich der ehemalige Fallschirmspringer den Kopf gestoßen hatte. Auf dem Weg ins Krankenhaus habe er aber schon wieder geredet und gescherzt. „Ich war nur eine Stunde dort, um vorsichtshalber durchgecheckt zu werden“, sagte Bream am Dienstagabend im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. „Mir geht es gut.“ Seine waghalsige Aktion fand vor der Insel Hayling nahe der südenglischen Stadt Portsmouth statt.

Ein Sprecher des Guinnessbuchs der Rekorde wünschte Bream direkt nach dem Unfall „rasche Genesung“, wollte aber einen Rekord noch nicht bestätigen. Bei solchen Aktionen berücksichtige man nur erfahrene Springer oder müsse im Nachhinein den Rekord ganz genau nachvollziehen können. Bekäme der 34-Jährige einen Eintrag in dem Werk, dann wäre das für den höchsten Sprung von einem Luftfahrzeug ins Wasser. Einen vergleichbaren Rekord gebe es bislang nicht im Guinnessbuch, teilte der Sprecher der Deutschen Presse-Agentur mit.

Mit seiner Aktion am Montag wollte Bream, der den Spitznamen „The Flying Fish“ (der fliegende Fisch) hat, Geld für wohltätige Zwecke sammeln: Das Geld soll Veteranen zugutekommen. Sein Mut beim Sprung sei nicht vergleichbar mit dem Mut, den Soldaten an der Front zeigten. Die Spenden sollen an zwei Wohltätigkeitsorganisationen gehen, die britische Veteranen vor allem auch psychisch unterstützen.