Der BFC Dynamo hat das Relegations-Hinspiel zur 3. Liga am Samstag gegen Nord-Titelträger VfB Oldenburg mit 0:2 (0:1) verloren. Mann des Spiels vor 5000 Zuschauern im Sportforum Hohenschönhausen war Robert Zietarski, der mit zwei Kopfballtoren (27./78. Minute) für eine hervorragende Ausgangslage der Norddeutschen für das Rückspiel in einer Woche sorgte.

„Es ist gerade erst Halbzeit, wenn auch mit einem Scheiß-Ergebnis“, drückte sich BFC-Trainer Christian Benbennek nach der Partie drastisch aus. „Wir sind nicht so weit gekommen, dass wir jetzt sagen ,Okay, das war es'. Oldenburg hat jetzt aber die besseren Karten“, merkte Benbennek an.

BFC Dynamo fand schwer ins Spiel

In der ersten Hälfte gegen den böigen Wind anspielend, tat sich der BFC schwer, ins Spiel zu finden. Die Gäste aus Oldenburg besaßen wesentlich mehr Spielanteile und gingen folgerichtig auch in Führung. Nach einem Eckball stieg Zietarski am höchsten und köpfte den Ball wuchtig ins Netz. Die erste verheißungsvolle Möglichkeit der Berliner im Spiel besaß Niklas Brandt, der einschussbereit im letzten Augenblick noch gestoppt wurde (48.). Mit dem Wind im Rücken spielend, übernahm der BFC die Kontrolle auf der Rasen. In der 66. Minute verpasste Dynamo-Torjäger Christian Beck aus vier Metern per Kopfball den Ausgleich.

Gut zehn Minuten später folgte die Ernüchterung für die Gastgeber. BFC-Torwart Dmitri Stajila packte nach einer Flanke nicht zu und Zietarskik öpfte zum 0:2 ein. In der Schlussphase warf der BFC noch einmal alles nach vorn, doch der Anschlusstreffer gelang nicht.

BFC Dynamo muss 900.000 Euro Bürgschaft hinterlegen

Damit das Rückspiel in Oldenburg am kommenden Samstag (14 Uhr, MagentaSport) stattfinden kann, muss der BFC Dynamo bis zum 1. Juni beim DFB als Lizenzauflage eine Bürgschaft in Höhe von 900.000 Euro hinterlegen. Bislang konnten die Berliner 720.000 Euro zusammenbringen. Aber auch Oldenburg ist nicht frei von Auflagen. Die Niedersachsen müssen ebenfalls bis zum 1.6. dem DFB ein drittliga-taugliches Ausweichstadion benennen, da das heimische Marschwegstadion keine Flutlichtanlage und Rasenheizung hat.