Paris - In Frankreich sind unter anderem Restaurantbesuche und Zugreisen ab Montag nur noch mit einem Nachweis über Corona-Impfung, Genesung oder einen negativen Test erlaubt. Gleichzeitig tritt eine Corona-Impfpflicht für Gesundheitspersonal in Kraft. Die verschärften Gesundheitsregeln sollen für Personen über 18 Jahre bis Mitte November gelten. Gegen die umstrittenen Maßnahmen haben erst wieder am Wochenende über 200.000 Menschen landesweit demonstriert.

Der Nachweis über eine vollständige Impfung, Genesung oder negativen Test wird damit nun in Restaurants, Cafés, Zügen, Fernreisebussen, Flugzeugen, auf Messen und in Gesundheitseinrichtungen Pflicht. Der digitale Gesundheitspass wird bereits seit Mitte Juli in Kinos, Museen oder bei Großveranstaltungen verlangt. Für Minderjährige im Alter von 12 bis 17 Jahren soll der Nachweis ab 30. September zwingend werden. Mitarbeiter im Gesundheitsbereich haben bis zum 15. September Zeit, um sich impfen zu lassen.

Der Test darf maximal 72 Stunden zurückliegen

Wie Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Véran der Tageszeitung Le Parisien am Sonntag sagte, darf der negative Test nun maximal 72 Stunden zurückliegen statt 48 Stunden wie ursprünglich vorgesehen. Auch ein Selbsttest könne als Zertifikat dienen, vorausgesetzt, er werde unter Aufsicht eines medizinischen Fachpersonals durchgeführt.

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron will mit den umstrittenen Regeln gegen die steigenden Corona-Neuinfektionen kämpfen. Die Corona-Situation in Frankreich ist generell angespannt. Die Inzidenz lag zuletzt bei gut 230. Mittlerweile sind unter den 67 Millionen Einwohnern etwa 63 Prozent mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist vollständig geimpft.