Düsseldorf - Der mutmaßliche Anschlag in Hagen sollte nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden „eine möglichst volle Synagoge treffen“. Den Informationen zufolge sollte es „an einem hohen jüdischen Feiertag zu einem Anschlag auf die Synagoge in Hagen kommen“, berichtete NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Donnerstag im Innenausschuss des Düsseldorfer Landtags.

„Da das Jom-Kippur-Fest unmittelbar bevorstand lag es nahe, von einem Anschlagsplan an diesem hohen jüdischen Feiertag auszugehen“, sagte Reul. „Ob der Anschlag am Ende wirklich während dieses Festes – dem heiligsten und feierlichstem Tag des jüdischen Jahres – stattfinden sollte, ist noch nicht ganz sicher.“

16-jähriger Syrer soll den Anschlag vorbereitet haben

Ein 16-jähriger Syrer soll den Anschlag auf die Synagoge in der Ruhrgebietsstadt vorbereitet haben. Er sitzt deswegen in Untersuchungshaft. Aus ermittlungstaktischen Gründen könne er keine Einzelheiten nennen, sagte Reul.

Nach dem Tipp eines ausländischen Geheimdienstes war ein Großaufgebot der Polizei am 15. September ausgerückt, um die Synagoge in Hagen zu bewachen. Wenig später war der Jugendliche festgenommen worden. Er selbst hatte bestritten, einen Anschlag geplant zu haben. Sein Verteidiger hat Antrag auf Haftprüfung gestellt.