In Norwegen ist ein riesiges Kranschiff am Donnerstag nach einem Ladeunfall mit 275 Menschen an Bord in gefährliche Schieflage geraten. Nach Angaben der Polizei blieb die Besatzung unverletzt, das Spezialschiff erlitt jedoch erheblichen Schaden.

Während eines Ladevorgangs am Morgen in einem Fjord unweit von Stavanger, dem Zentrum der Offshore-Ölindustrie, sei ein Stahlseil gerissen, sagte Polizeichefin Brit Randulff der Nachrichtenagentur AFP. Zeugen hätten einen lauten Knall gehört, „aber es gab keine Anzeichen für eine Explosion“. Ein Lastkahn sei allerdings gekentert und treibe nun kopfüber im Wasser. Aufnahmen des Fernsehsenders NRK zeigten, wie das Kranschiff „Saipem 7000“ wieder aufgerichtet wurde.

Die in den 80er-Jahren in Italien gebaute „Saipem 7000“ gehört zu den größten Kranschiffen der Welt. Das Schiff kann teilweise unter Wasser tauchen, um Pipelines und Leitungen für die Ölindustrie zu verlegen.