Berlin - Mehrere Demonstranten sind im Streit um das teilbesetzte Haus „Rigaer 94“ in Berlin auf die Straße gegangen. Am Potsdamer Platz versammelten sich am Mittwoch mehrere Menschen. Sie hielten etwa ein Transparent mit dem Spruch „Hands Off Rigaer 94“ – übersetzt in etwa „Hände weg von der Rigaer 94“.

Im Stadtteil Friedrichshain kamen Demonstranten auf der Straße zu einem Konzert zusammen. Nach Angaben der Polizei verliefen beide Kundgebungen zunächst ruhig. Das zum Teil besetzte Gebäude gilt als eines der letzten Symbole der linksextremen Szene in Berlin.

Die gerichtlichen Auseinandersetzungen dauern bereits Jahre. Derzeit gibt es auch auf politischer Ebene Streit wegen des Brandschutzes. In dem verbarrikadierten Haus waren zahlreiche Mängel beim Brandschutz dokumentiert worden, etwa fehlende Fluchtwege, Wanddurchbrüche, fehlerhafte Elektroleitungen und Sperren in Treppenhäusern.