Berlin - Der Präsident des Robert-Koch Instituts (RKI) Lothar Wieler hat am Freitagmorgen auf einer gemeinsamen Pressekonferenz dazu aufgerufen, weiter die privaten Kontakte einzuschränken. „Wir stehen offenbar an einem erneuten Wendepunkt. Die Fallzahlen und die Sieben-Tage-Inzidenz geht noch immer nicht so stark zurück. Wir steuern auf ein Plateau zu.“, so Wieler. Die Maßnahmen wirkten ja auch gegen die neuen Varianten. Von Reisen rät der RKI-Chef weiter ab. 

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte: „Das Virus gibt nicht einfach auf.“ Es gebe besorgniserregende Virusmutationen und eine Seitwärtsbewegung bei den Zahlen. Etwa jeder Fünfte positiv Getestete sei mit der britischen Variante infiziert. „Das Bedürfnis nach einem Ende des Lockdowns ist spürbar.“ Die Impfkampagne werde jedoch immer schneller. „Bis Ende nächster Woche werden zehn Millionen Dosen ausgeliefert sein.“, so Spahn.

Alle drei in Europa zugelassenen Impfstoffe seien wirksam, betonte Spahn. Zum Thema Impfungen in der Pflege sagte er: „Wir haben 740.000 Geimpfte in der Pflege.“ Auf die Frage wie Spahn sicherstellen wolle, dass ausreichend Schnelltests am 1. März verfügbar sind, sagte Spahn: „50, 100 und mehr Millionen Schnelltests werden produziert und auf den Markt geführt. Gerade bei den Schnelltests haben wir keinen Mangel.“

Impfstart in den Arztpraxen doch noch nicht klar

Darüber hinaus dementierte Spahn ein bereits gesetztes Datum für Impfungen im Arztpraxen. „Wir haben nie den 1. April zum Start in den Arztpraxen gesetzt. Wir werden einen Zeitpunkt finden, ich kann jetzt noch nicht ein fixes Datum nennen.“