Berlin - Fleischfondue und Raclette zu Weihnachten oder Silvester steigert das Risiko für bestimmte Durchfallerkrankungen. Insbesondere wenn bei diesen Essen Hühnerfleisch angeboten wird, erhöht sich die Erkrankungsgefahr, wie eine am Freitag veröffentlichte Studie des Robert-Koch-Instituts (RKI) zeigt.

Für die Studie wurden Daten von mehr als 400 Menschen, die an einer meldepflichtigen Campylobacter-Infektion erkrankt waren, ausgewertet. Von den Betroffenen waren etwa 180 innerhalb von sieben Tagen nach den Feiertagen erkrankt. Diese Gruppe wurde mit einer Kontrollgruppe von 260 Patienten verglichen, die zu einer anderen Zeit erkrankt waren.

Rohes Hühnerfleisch oft mit Campylobacter-Bakterien verunreinigt

Wer direkt nach den Feiertagen an einer Campylobacter-Infektion erkrankt war, hatte demnach zuvor häufiger an einem Fleischfondue- oder Racletteessen teilgenommen als die Kontrollgruppe. Dieser Zusammenhang war noch deutlicher, wenn es Hühnerfleisch gab.

Rohes Hühnerfleisch ist häufig mit Campylobacter-Bakterien verunreinigt. Vor allem beim Fleischfondue, aber auch beim Raclette wird rohes Fleisch auch mit bloßen Fingern angefasst. Dadurch steigt die Gefahr, dass Keime vom Fleisch auf die Hände, andere Lebensmittel oder Utensilien gelangen und auf diesem Weg zu Infektionen beim Menschen führen können.

Hygiene: Hände und Küchenutensilien immer gut reinigen

Küchenhygiene ist nach Angaben der Experten daher besonders wichtig. Dazu zählt vor allem das gründliche Reinigen von Händen, Küchenutensilien und Zubereitungsflächen nach Kontakt mit rohem Fleisch.