Berlin - In Deutschland sind am Mittwoch so viele Corona-Impfdosen verabreicht worden wie an keinem Tag zuvor. Laut Robert Koch-Institut waren es rund 739.000 Impfungen nach 564.000 am Vortag. „Das ist ein neuer Tagesrekord“, teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf Twitter mit. Vor einer Woche waren es schon einmal 725.000 an einem Tag.

17,8 Prozent der Bevölkerung haben mindestens eine Impfung. In Bremen und im Saarland sind es mehr als 20 Prozent – in Hessen, Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern weniger als 17 Prozent. In der Altersgruppe 60+, die im Infektionsfall besonders von schweren Verläufen betroffen ist, liegen die Impfquoten je nach Land zwischen 33 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern und knapp 50 Prozent in Bremen.

In Berlin wurden laut der Senatsgesundheitsverwaltung bisher insgesamt 861.387 Impfungen durchgeführt. 15,47 Prozent der Berliner sind damit erstgeimpft, 7,38 Prozent haben bereits die Zweitimpfung gegen Covid-19 erhalten.

Spahn: Impffortschritte nicht groß genug, um dritte Welle zu durchbrechen

Spahn hatte zuvor betont, dass die Impffortschritte derzeit nicht groß genug seien, um die dritte Corona-Welle zu brechen. Er appellierte an die Länder, mit der Anwendung der Corona-Notbremse nicht zu warten, bis das geplante Bundesgesetz verabschiedet ist. „Die Zeit drängt und bereits jetzt haben alle auch schon die Möglichkeit zu handeln“, sagte er am Donnerstag in Berlin. 

Es sei zwar gut, dass es bald „eine einheitliche und nachvollziehbare Regelung“ geben werde, sagte Spahn. Er habe aber im Moment den Eindruck, viele warteten auf das neue Gesetz, obwohl der Instrumentenkasten schon vorhanden sei.