Dalmatien.
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BerlinDas Auswärtige Amt warnt vor touristischen Reisen in Teile Kroatiens. Betroffen sind Šibenik-Knin mit dem Nationalpark Krka sowie Split-Dalmatien mit der Hafenstadt Split und den Inseln Brac und Hvar. Zuvor hatte das Robert-Koch-Institut (RKI) die zwei Regionen in Kroatien auf die Liste der Risikogebiete gesetzt.

Hintergrund sind die zuletzt stark gestiegenen Corona-Fallzahlen in Kroatien. Am Mittwoch meldeten die Behörden einen Höchstwert von 219 Fällen innerhalb der vergangenen 24 Stunden. Damit gibt es in dem Land mit etwa 4,19 Millionen Einwohnern nun 1520 aktive Fälle.

Eine Reisewarnung ist kein Reiseverbot, soll aber abschreckend wirken. Zudem ermöglicht sie Urlaubern, Reisen kostenlos zu stornieren. Die Einstufung als Risikogebiet bedeutet, dass für heimkehrende Urlauber eine Testpflicht auf das Coronavirus greift. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen sie sich in häusliche Quarantäne begeben. Zentrales Kriterium für die Einstufung als Risikogebiet ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat.

Österreich und Italien haben bereits eine Reisewarnung für Kroatien verhängt. Am Donnerstag wollte das Nachbarland Slowenien ebenfalls eine Warnung aussprechen. 

Kroatien hat die Schutzmaßnahmen unterdessen verstärkt. So müssen Clubs nun um Mitternacht schließen. Außerdem gelten Abstandsregeln sowie Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr sowie in geschlossenen öffentlichen Räumen.