Berlin - Max (Jason Bateman) und Annie (Rachel McAdams) haben ein gemeinsames Hobby. Sie spielen für ihr Leben gern mit ihren Freunden Brettspiele.

Daher suchen die zwei immer nach neuen Spielen. Max' Bruder Brooks (Kyle Chandler) möchte für eine unvergessliche Abendunterhaltung sorgen und täuscht seine eigene Entführung vor. Wer den Fall löst, der ist der Gewinner. ProSieben zeigt die 2018 gedrehte US-Krimikomödie „Game Night“ am Donnerstag um 20.15 Uhr.

Schauspieler John Francis Daley („Bones - Die Knochenjägerin“) führte gemeinsam mit Jonathan Goldstein („Vacation - Wir sind die Griswolds“) Regie. Die zwei sind im echten Leben selbst begeisterte Brettspieler. Diese Leidenschaft ist der Umsetzung von „Game Night“ anzumerken. Auch das Timing für wohldosierten Slapstick-Humor, jede Menge Sprachwitz und die stilsicher inszenierte Action sitzen. All das zusammen macht aus der starbesetzten Komödie ein ebenso derbes wie harmloses Vergnügen - nicht nur für Brettspielfans.

Zurück zur Handlung: Der ewig gleichen Spieleabende müde, schlägt Brooks eines Abends ein ganz besonderes Spiel vor: Wie in einem Krimi sollen die Mitspieler ein Verbrechen aufklären. Um es möglichst lebensecht wirken zu lassen, organisiert Brooks falsche Gauner und weiht sogar einen FBI-Agenten in seine Pläne mit ein. Das Ganze gerät allerdings irgendwann außer Kontrolle.

Denn die Spielgemeinschaft gerät plötzlich ins Visier echter Verbrecher. Das Problem: Weder Max, Annie noch die anderen Mitspieler steigen hinter den Ernst der Lage und beginnen stattdessen mit den Ermittlungen. Sie ahnen alle nicht, in welcher Gefahr sie schweben.

Auf der einen Seite treffen in „Game Night“ Revolverkugeln blutig auf Knochen, während an anderer Stelle Menschen von riesigen Flugzeugturbinen angesaugt und anschließend zerhäckselt werden. Gleichzeitig geht es in der Actioncomedy aber nie unter die Gürtellinie, so dass „Game Night“ trotz der mitunter rohen Einfälle immer eine angenehm-nostalgische Bravheit ausstrahlt.

„Game Night“ besitzt nicht bloß eine eindringliche Filmmusik aus der Feder von Cliff Martinez, bekannt für seine Arbeit an „Drive“. Hier war auch eine hochelegante, immer durchdachte Kameraführung am Werk. Kameramann Barry Peterson („Central Intelligence“) lässt in jeder Szene das Thema „Spiele“ erkennen. Zuweilen sehen sogar die Panorama-Aufnahmen der Städte und Vororte aus wie ein einziges großes Spielfeld.