Berlin - Der SPD-Nachwuchspolitiker und Juso-Funktionär Bengt Rüstemeier ist nach dem Bekanntwerden einer Reihe von Tweets mit Gewaltfantasien von allen Ämtern zurückgetreten. Rüstemeier, der auch Mitglied des Senats an der renommierten Berliner Humboldt-Universität ist, hatte im Netz darüber fantasiert, Jungliberale und „Vermieterschweine“ zu erschießen. Weiterhin hatte er mitgeteilt, dass er bei einem möglichen Sprengstoffanschlag auf Amazon-Gründer Jeff Bezos, 57, „klammheimliche Freude“ empfinden würde.

Bengt Rüstemeier bleibt trotz seines Rücktritts als Mitglied des erweiterten Landesvorstandes in der Partei. Mittlerweile teilte er mit: „Hiermit bitte ich um Entschuldigung für meine dummen und unbedachten Äußerungen in den sozialen Netzwerken, die mir derzeit vorgeworfen werden.“ Ihm sei nun „klargeworden, dass diese Äußerungen als Aufforderung zur Gewalt verstanden werden können“. Er lehne „Gewalt gegen Menschen als Mittel der politischen Auseinandersetzung strikt ab“.

Berliner Jusos kritisieren Tweets als „untragbare Entgleisung“

Die Berliner Jusos kritisierten die Tweets als „untragbare Entgleisung“ und teilten mit, dass der Autor nach einem Gespräch am Sonntagnachmittag seine Ämter bei den Jungsozialisten niedergelegt habe. „Wir möchten betonen, dass wir uns als Jusos Berlin an vielen Stellen gegen Gewalt und Hatespeech engagieren, im Netz und offline“, hieß es in der Erklärung der Jusos weiter.

Zuvor hatte der SPD-Politiker Tom Schreiber getwittert: „So einer passt weder zur SPD Berlin noch zu den Jusos. Das ist mehr als parteischädigendes Verhalten! Ende der Durchsage!“