Rücktritt: So viel Geld steht Christine Lambrecht jetzt zu

Nach ihrem Aus als Ministerin bekommt Lambrecht zunächst volle Bezüge. Falls sie keinen neuen Job findet, erhält sie danach 21 Monate lang das halbe Amtsgehalt.

Christine Lambrecht kann nach ihrem Ausscheiden aus dem Amt noch drei Monate volle Bezüge erhalten.
Christine Lambrecht kann nach ihrem Ausscheiden aus dem Amt noch drei Monate volle Bezüge erhalten.imago/Christian Spicker

Nach dem Rücktritt wird Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) nicht mittellos dastehen. Dem Bundesministergesetz zufolge kann sie nach dem Ausscheiden aus ihrem Amt drei Monate lang volle Bezüge erhalten - dem Bund der Steuerzahler zufolge insgesamt 50.445 Euro. Bundesminister verdienen nämlich 16.815 Euro monatlich. Das Übergangsgeld wird aber ab dem zweiten Monat mit privaten Einkünften verrechnet.

Sollte Lambrecht keinen neuen Job aufnehmen, erhält sie nach den drei Monaten das halbe Amtsgehalt - bis zu 21 Monate lang. Das wären in Summe 176.557 Euro. Alles in allem steht der Ministerin also ein Übergangsgeld in Höhe von rund 227.000 Euro zu.

Lambrecht kann auch mit Pension von 4660 Euro pro Monat rechnen

Mit dem Renteneintrittsalter kommt in ein paar Jahren das sogenannte Ruhegehalt dazu. Wer mindestens vier Jahre lang Bundesminister war – Lambrecht wurde 2019 Justizministerin – erhält nach Steuerzahlerbund-Angaben eine Pension von 4660 Euro pro Monat. Mit jedem weiteren Jahr als Regierungsmitglied steigt demnach die Pension um weitere 400 Euro monatlich bis maximal 12.060 Euro.

Zudem wird die 57-jährige Lambrecht später für ihre Zeit als Mitglied des Bundestages etwa auch die ihr zustehende Abgeordneten-Pension erhalten.