Berlin  - Die Feuerwehr hat am frühen Montagmorgen einen Brand in einem Mehrfamilienhaus in Berlin-Lichtenberg gelöscht. Anwohner hatten um 4.40 Uhr den Notruf gewählt, nachdem sie meterhohe Flammen bemerkt hatten, die aus einem Dachstuhl schlugen. Das Feuer in dem Wohnhaus an der Giselastraße im Ortsteil Rummelsburg breitete sich rasch aus, hieß es von Einsatzkräften vor Ort. Nach Angaben der Feuerwehr standen rund 250 Quadratmeter Dachfläche in Flammen.

Das Feuer drohte auf die Wohnungen in der obersten Etage überzugreifen, giftige Rauchgase zogen ins Treppenhaus. Zahlreiche Bewohner seien in Gefahr gewesen, weshalb alle 55 Menschen in dem Wohnhaus durch Brandbekämpfer in Sicherheit gebracht wurden. 17 von ihnen kamen vorsorglich in einem von der BVG bereitgestellten Bus unter.

An den zum Teil schwierigen Löscharbeiten waren zu Spitzenzeiten 85 Feuerwehrleute beteiligt. Das Bezirksamt Lichtenberg will sich nun um die Unterbringung der Betroffenen kümmern, die derzeit noch nicht in ihre Wohnungen zurück können.

Zugestelltes Treppenhaus sorgt für Probleme bei Löscharbeiten

„Wir hatten am Anfang einige Probleme, weil der Durchgang im Treppenhaus ziemlich zugestellt war“, sagte ein Feuerwehrsprecher. Nachdem sich die Brandbekämpfer von innen und außen ans Feuer herangearbeitet hatten, sei es dann aber doch zügig unter Kontrolle gebracht worden. Am späten Vormittag hieß es, dass die Gefahr noch nicht ganz gebannt sei. „Wir gucken jetzt ganz penibel nach Glutnestern, damit das Feuer nicht erneut entfacht wird“, so der Sprecher.

Aufgrund der Löscharbeiten war die Straße rund um das Haus mehrere Stunden lang gesperrt. Verletzte seien bislang nicht gemeldet worden. Warum das Feuer im Dachstuhl ausbrach, sei bislang unklar. Ein Brandkommissariat wird im Laufe des Tages die Ermittlungen übernehmen.