Russischer Kampfbomber stürzt in Wohnblock, mehrere Tote und Verletzte

Eine Maschine vom Typ SU-34 stürzte am Montagabend bei einem Übungsflug über der Stadt Jeisk ab. Die Piloten konnten sich mit Schleudersitzen retten. 

Ein Bild aus den sozialen Netzwerken zeigt die Explosion des Kampfbombers. Im Hintergrund ist ein Pilot mit Fallschirm zu sehen.
Ein Bild aus den sozialen Netzwerken zeigt die Explosion des Kampfbombers. Im Hintergrund ist ein Pilot mit Fallschirm zu sehen.BNO News/Twitter

Medienberichten zufolge ist in der russischen Stadt Jeisk ein Kampfbomber in ein Wohngebiet gestürzt. Das bestätigte das russische Verteidigungsministerium am Montagabend. Demnach stürzte die Maschine vom Typ SU-34 bei einem Übungsflug ab. Das Flugzeug habe Probleme mit einem der Triebwerke gehabt und Feuer gefangen, so das Ministerium. Die Flammen hätten nach dem Absturz auf ein Wohngebäude übergegriffen, in dem fünf von neun Stockwerken mit einer Fläche von etwa 2000 Quadratmetern ausbrannten. 

Nach Angaben des regionalen Zivilschutzes wurden dabei mindestens vier Menschen getötet und 25 verletzt. Bei sechs Menschen war der Verbleib unklar. Sie werden offenbar weiterhin vermisst. Den Angaben zufolge wurden insgesamt 72 Wohnungen beschädigt.

Den Angaben zufolge sei das Flugzeug kurz nach dem Start von einem örtlichen Flugplatz zu einem Trainingsflug abgestürzt. Die beiden Piloten des Jagdbombers konnten sich mit Schleudersitzen aus dem Cockpit retten, hieß es. 

Ein Video der Szene, das von der Nachrichtenagentur Mash veröffentlicht wurde, zeigt ein mehrstöckiges Wohnhaus, das in Flammen steht und dicken schwarzen Rauch in den Himmel steigen lässt. Die Hafenstadt Jeisk liegt aber auch so dicht an der Ukraine, dass von dort Luftangriffe gestartet werden könnten. (mit AFP)