Moskau - Die Dreharbeiten für den ersten Kinostreifen im Weltall sind trotz erschwerter Bedingungen nach Plan verlaufen. „Wir haben alles gefilmt, was wir uns vorgenommen haben“, sagte der Regisseur Klim Tschipenko am Dienstag im russischen Trainingszentrum für Kosmonauten nahe Moskau. Die Filmarbeiten an Bord der Internationalen Raumstation ISS seien eine „große Herausforderung“ gewesen. Von den 30-stündigen Aufnahmen würden später etwa 30 Minuten für den Kinofilm verwendet.

„Dort oben wurde mir klar, dass es ein anderer Film geworden wäre, wenn ich ihn auf der Erde gedreht hätte“, sagte Tschipenko. „Filme über den Weltraum müssen im Weltraum gedreht werden.“

Schauspielerin erzählt von guter Zusammenarbeit mit ISS

Das russische Filmteam war am Sonntag wohlbehalten auf die Erde zurückgekehrt. Die Sojus-Kapsel mit Tschipenko, der Schauspielerin Julia Peressild und dem Kosmonauten Oleg Nowitzki landete in der kasachischen Wüste. Regisseur und Schauspielerin hatten zwölf Tage auf der Internationalen Raumstation ISS gedreht. Die Film-Crew war am 5. Oktober zur ISS gestartet, um dort Teile des Films mit dem vorläufigen Titel „Die Herausforderung“ zu drehen. In diesem versucht eine Chirurgin auf der ISS, das Leben eines Kosmonauten zu retten.

Peressild schwärmte von dem Dreh im All, auch wenn dieser durch umherfliegende Requisiten und Kosmetik erschwert worden sei. Sie sei von der guten Stimmung an Bord der ISS und der Zusammenarbeit der internationalen Besatzung beeindruckt gewesen, sagte die Schauspielerin. Sie habe es auch genossen, auf der Raumstation zu schlafen. „Ich hätte nie gedacht, dass das so ein Vergnügen ist.“