Die Regierung in Moskau hat erneut Drohungen gegen den Westen und die Ukraine ausgesprochen. Wie der Spiegel berichtete, drohte das russische Verteidigungsministerium mit „Vergeltungsschlägen auf Entscheidungszentren in Kiew“. Bei diesen Maßnahmen sei es für Russland kein Problem, wenn Vertreter bestimmter westlicher Länder in diesen Entscheidungszentren anwesend wären, so das Ministerium.

Die Drohungen sollen vor allem gegen Großbritannien gerichtet sein. Der Staatssekretär im britischen Verteidigungsministerium, James Heappey, sagte im Times Radio, dass seiner Ansicht nach ein Einsatz britischer Waffen durch ukrainische Streitkräfte gegen russisches Gebiet nicht grundsätzlich problematisch sei.

Das russische Verteidigungsministerium reagierte prompt: Wenn Großbritannien die Führung in Kiew zu solchen Maßnahmen direkt ermutige und die Maßnahmen umgesetzt würden, werde dies umgehend zu „einer verhältnismäßigen Antwort“ führen. Warnungen des russischen Außenministers Sergej Lawrow, westliche Länder würden durch Waffenlieferungen an die Ukraine Öl ins Feuer gießen, wies James Heappey in der Radiosendung zurück.