T-14 „Armata“: Russland erwägt wohl Einsatz neuester Panzer in der Ukraine

Modernste Technik: In seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine will Russland dem britischen Geheimdienst zufolge mit Panzern vom Typ T-14 „Armata“ auftrumpfen.

Der neue russische Panzer „Armata“ T-14 während der Militärparade zum Tag des Sieges auf dem Roten Platz in Moskau.
Der neue russische Panzer „Armata“ T-14 während der Militärparade zum Tag des Sieges auf dem Roten Platz in Moskau.dpa/EPA/Yuri Kochetkov

Moskau erwägt nach Einschätzung britischer Militärexperten den Einsatz seiner neusten Kampfpanzer vom Typ T-14 „Armata“ in der Ukraine. Das geht aus dem täglichen Geheimdienst-Update zum Ukraine-Krieg des Verteidigungsministeriums in London hervor. Demnach waren die modernsten russischen Panzer auf Bildern auf einem Trainingsgelände in Südrussland zu sehen, wo Truppen für den Einsatz in der Ukraine vorbereitet werden.

Ein möglicher Einsatz der noch nicht in den regulären Dienst übernommenen Panzer sei eine mit hohem Risiko behaftete Entscheidung, so die Mitteilung der Briten. Die Entwicklung des Panzers sei von Schwierigkeiten und Verzögerungen begleitet worden, zudem sei er größer und schwerer als andere Panzer und könnte daher Probleme für die Nachschublinien bereiten.

London: Einsatz von „Armata“-Panzer eher für Propagandazwecke

„Wenn Russland den T-14 einsetzten sollte, wird das vorrangig für Propagandazwecke sein. Die Produktion liegt wahrscheinlich nur bei einer niedrigen zweistelligen Zahl und Kommandeure dürften dem Fahrzeug auf dem Schlachtfeld nicht trauen“, so die Mitteilung weiter. Unter russischen Militärexperten gilt der Einsatz der neuesten „Armata“-Panzer in der Ukraine interessanterweise als wenig wahrscheinlich. Wenn der „Armata“-Panzer in die Ukraine geschickt werden sollte, dann lediglich für Tests unter Kampfbedingungen, schrieb der Militärjournalist Jurij Kotenok, und zwar damit die Ingenieure die Navigationssysteme, Panzerung und andere Eigenschaften der Maschine bewerten könnten.

Das britische Verteidigungsministerium veröffentlicht seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine Ende Februar unter Berufung auf Geheimdienstinformationen täglich Informationen zum Kriegsverlauf. Damit will die britische Regierung sowohl der russischen Darstellung entgegentreten als auch Verbündete bei der Stange halten. Moskau wirft London eine gezielte Desinformationskampagne vor.


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