Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat Gerüchte über eine Erkrankung von Kreml-Chef Wladimir Putin dementiert. „Ich glaube nicht, dass vernünftige Menschen in dieser Person Anzeichen für irgendeine Art von Krankheit oder Gebrechen sehen können“, sagte Lawrow am Sonntag auf eine entsprechende Frage des französischen Fernsehsenders TF1.

Putin, der im Oktober 70 Jahre alt wird, trete „jeden Tag“ in der Öffentlichkeit auf. „Man kann ihn auf Bildschirmen sehen, seine Reden lesen und anhören“, sagte Lawrow laut einer vom russischen Außenministerium veröffentlichten Stellungnahme. Putins Gesundheit und sein Privatleben sind in Russland ein Tabuthema und werden fast nie in der Öffentlichkeit diskutiert.

Viele Spekulationen über Putins Gesundheitszustand

Gerüchten zufolge steht es nicht gut um den Kremlchef, er habe sich im Mai einer Operation unterziehen müssen. Bestätigen lässt sich das nicht, Putins Krankenakte ist ein streng gehütetes Geheimnis. Seine Gesundheit und sein Privatleben sind in Russland ein Tabuthema und werden fast nie in der Öffentlichkeit diskutiert.

Der Gesundheitszustand des russischen Regierungschefs ist trotzdem Bestandteil vieler Spekulationen. So berichtete kürzlich das US-Magazin New Lines, dass Putin schwer an Blutkrebs leide und große Mengen Medikamente brauche. Das habe ein Vertrauter des Kremlchefs unwissentlich preisgegeben.

Putin, der seit mehr als zwei Jahrzehnten die Geschicke Russlands bestimmt, hatte am 24. Februar einen Militäreinsatz in der Ukraine angeordnet. Tausende Menschen wurden seitdem getötet und Millionen Ukrainer in die Flucht getrieben. Der Westen verhängte beispiellose Sanktionen gegen Russland.