Das ukrainische Militär hat nach russischen Angaben eine russische Ortschaft im Grenzgebiet zur Nordukraine mit Granaten beschossen. „Im Moment wissen wir von mindestens einem toten Zivilisten“, erklärte der Gouverneur der Region Kursk, Roman Starowojt, am Donnerstag im Online-Dienst Telegram. Demnach gab es weitere Verletzte, in dem betroffenen Dorf Tjotkino seien noch Löscharbeiten im Gange.

Nach ersten Informationen handele es sich bei dem Opfer um einen Lkw-Fahrer, der eine örtliche Brennerei belieferte, erklärte Starowojt weiter. Die Brennerei sei „mehrfach“ getroffen worden. „Mehrere Häuser wurden beschädigt. Es gibt auch Berichte über nicht explodierte Granaten“, führte er aus und veröffentlichte Fotos, auf denen verkohlte Gebäude, zerstörte Fenster und mutmaßliche Einschlagslöcher im Boden zu sehen waren.

Die Behörden in den russischen Grenzregionen zur Ukraine haben die ukrainischen Streitkräfte wiederholt beschuldigt, Angriffe auf ihrem Gebiet zu verüben. Die Angaben lassen sich kaum unabhängig verifizieren.