Schießerei an russischer Schule: Kreml bezeichnet die Bluttat als Terrorakt

Der Täter tötete sich selbst. Er gehörte laut Kreml „einer neofaschistischen Organisation oder Gruppierung“ an.

Ein noch nicht identifizierter Mensch hat 13 Menschen bei einer Schießerei in Udmurtien, Russland, getötet. 20 weitere wurden verletzt.
Ein noch nicht identifizierter Mensch hat 13 Menschen bei einer Schießerei in Udmurtien, Russland, getötet. 20 weitere wurden verletzt.imago/Ilyas Bekmansurov

Der Kreml hat die tödlichen Schüsse in einer russischen Schule in der Stadt Ischewsk als einen „terroristischen Akt“ bezeichnet. „Präsident Wladimir Putin ist in tiefer Trauer im Zusammenhang mit dem Tod von Menschen, von Kindern in der Schule, wo der terroristische Akt geschehen ist“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Nach dem Überfall auf die Schule in Ischewsk am Montag soll es 13 Todesopfer geben. Unter ihnen sind sieben Kinder und sechs Erwachsene, wie die Behörden mitteilten. Der Täter habe sich selbst getötet, hieß es.

Die Ermittler nannten am Nachmittag auch die Identität des Mannes, es handele sich um einen 34-Jährigen, der einmal Schüler dort gewesen sei. Kremlsprecher Peskow sagte, er „gehörte allem Anschein nach einer neofaschistischen Organisation oder Gruppierung an“. Ermittler hatten gesagt, der Mann habe ein schwarzes T-Shirt mit Nazisymbolik und eine Sturmhaube getragen.

Präsident Wladimir Putin habe mit der regionalen Führung und Regierungsmitgliedern gesprochen, die sich um die Betreuung der Verletzten kümmern sollten, sagte Peskow. Den Behörden zufolge gab es 21 Verletzte, darunter 14 Schüler. Das Zivilschutzministerium fliege Ärzte, Psychologen und andere Spezialisten in die Region Udmurtien. An der Schule Nummer 88 mit rund 80 Lehrern lernen nach offiziellen Angaben 982 Schülerinnen und Schüler.

In Russland gab es bereits mehrfach Amokläufe an Bildungseinrichtungen mit vielen Toten und Verletzten.