Russland will Preisdeckel für sein Öl nicht akzeptieren

Russland soll von den westlichen Staaten dazu gezwungen werden, Erdöl unter Marktpreis zu verkaufen. Der Kreml geht nun auf Konfrontationskurs.

Kremlsprecher Dmitri Peskow (Archivfoto)
Kremlsprecher Dmitri Peskow (Archivfoto)dpa/Alexei Nikolsky

Der Kreml wird den Preisdeckel der G7-Staaten, der Europäischen Union und Australiens für russisches Öl nicht akzeptieren. „Wir werden diesen Preisdeckel nicht akzeptieren“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen am Samstag. Er fügte hinzu, dass Moskau sich im Vorfeld auf eine solche Obergrenze vorbereitet habe, machte dazu aber keine weiteren Angaben.

Die EU, die G7 und Australien hatten sich am Vortag auf eine Obergrenze von 60 Dollar (57 Euro) pro Barrel für per Schiff transportiertes russisches Öl geeinigt. Der Preisdeckel könnte die Möglichkeiten Moskaus einschränken, seine Offensive in der Ukraine zu finanzieren.

Peskow erklärte zudem auf Anfrage nach einem möglichen Besuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin im ostukrainischen Donbass, dass der Staatschef „zu gegebener Zeit“ eine Reise dorthin machen werde. „Es ist eine Region Russlands“, erklärte der Kremlsprecher. Bisher reiste Putin noch nicht in das Gebiet, das er Ende September für annektiert erklärt hatte, obwohl seine Armee es nicht vollständig kontrolliert.