RWE will bis 2030 vollständig aus der Braunkohle aussteigen

Der Energieversorgungskonzern will den Ausstieg aus der Braunkohle damit um acht Jahre vorziehen. So würden 280 Millionen Tonnen CO2 eingespart.

Ein Braunkohlekraftwerk von RWE.
Ein Braunkohlekraftwerk von RWE.imago/Jochen Tack

Der Energieversorger RWE (Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk AG) mit Sitz in Essen hat sein Ausstiegsdatum aus der Braunkohle verkündet. Bis 2030 will der Konzern vollständig auf Braunkohle zur Energiegewinnung verzichten. Das teilte das Unternehmen am Dienstag mit. 280 Millionen Tonnen Kohle blieben so in der Erde; das entspreche 280 Millionen Tonnen CO2, die nicht mehr ausgestoßen würden.

Der Energiekonzern RWE will den Kohleausstieg damit um acht Jahre vorziehen. Das sieht eine Vereinbarung auf Eckpunkte zwischen RWE, dem Bundeswirtschaftsministerium und dem NRW-Wirtschaftsministerium vor. Zugleich sollen zwei Kraftwerksblöcke, die nach derzeitiger Rechtslage Ende des Jahres stillgelegt werden sollten, bis ins Frühjahr 2024 weiterlaufen. Damit soll die Versorgungssicherheit gestärkt und Erdgas im Strommarkt eingespart werden, wie das NRW-Wirtschaftsministerium am Dienstag mitteilte.

Ampel plant Kohleausstieg bis 2038

Trotz des damit verbundenen Mehrbedarfs an Braunkohle in den nächsten 15 Monaten könnten weitere Umsiedlungen für den Braunkohleabbau sicher ausgeschlossen werden, hieß es. Ein Erhalt der Siedlung Lützerath sei aus unterschiedlichen Gründen nicht möglich und daher auch nicht Gegenstand der Vereinbarungen.

Die Ampel-Koalition auf Bundesebene hat zum Ziel, den bisher spätestens bis 2038 geplanten Kohleausstieg in Deutschland „idealerweise“ auf 2030 vorzuziehen, wie es im Koalitionsvertrag heißt.