Dessau - Der Landesparteitag der CDU in Sachsen-Anhalt mit 100 Delegierten sorgt bundesweit für Kritik. Bei dem Treffen in einem geschlossenen Raum wurde nicht immer an Abstände gedacht, eine Maskenpflicht wurde nicht eingehalten

Der Generalsekretär der CDU in Sachsen-Anhalt, Sven Schulze, verteidigte das Vorgehen gegenüber der Bild-Zeitung.  Wenn es gegangen wäre, hätte man den Parteitag online abgehalten. Die Partei sei laut Gesetz zu einem Präsenzpartei verpflichtet gewesen. Auch die SPD habe ein Treffen abgehalten, so Schulze „Wir haben den Parteitag in den vergangenen Wochen mehrfach verschoben, waren aber jetzt dazu gezwungen, die Nominierung abzuschließen. Das ist unser Landesgesetz, das weder wir noch andere Parteien ignorieren können“, sagte der CDU-Mann. 

CDU Sachsen-Anhalt macht sich für Öffnungen stark

Für das Treffen habe es ein umfangreiches Hygienekonzept gegeben. „Jeder, der im Raum war, wurde getestet, die Maske durfte nur am Platz abgelegt werden, alle Sitzplätze hatten einen Abstand von mindestens 1,5 Metern, für alle Delegierten gab es ausreichend FFP2-Masken“, betonte Schulze in der Bild.

Darüber hinaus plädiert er dafür, endlich wieder über Öffnungen nach dem Lockdown zu sprechen: „Die CDU in Sachsen-Anhalt wird für eine Öffnung kämpfen! Wir haben gerade bei dem herrlichen Wetter am Wochenende gesehen: Die Leute wollen nach draußen – und endlich auch mal wieder mit Abstand in einem Café sitzen oder mit Abstand einkaufen dürfen.“ Die Menschen müssten lernen, mit dem Virus zu leben. Schulzes Forderung kann als Kritik an der Bundesregierung verstanden werden.