Dresden - Sachsen plant deutliche Lockerungen seiner Corona- Schutzmaßnahmen. Bei einer abendlichen Sitzung verständigte sich das Kabinett in Dresden am Freitag auf Eckpunkte. So sollen unter anderem Kultureinrichtungen und Hotels ab 14. Januar mit der 2G-plus-Regel wieder öffnen, wenn die Situation in den Krankenhäusern das zulässt. Zutritt erhalten dann Genesene und Geimpfte mit einem zusätzlichen Test. Wer eine Booster-Impfung hat, bis einschließlich 18 Jahre alt ist oder erst vor maximal drei Monaten genesen oder doppelt geimpft ist, braucht keinen Test. 2G plus soll auch für die Gastronomie, für Messen, Kongresse und Sport im Innenbereich gelten – in einigen Bereichen mit einer Beschränkung der Teilnehmerzahl.

Corona-Inzidenz in Sachsen stagniert

Unabhängig von der Inzidenz sollen fortan an ortsfesten Versammlungen statt bisher zehn dann 200 Personen teilnehmen können. Wenn die Überlastungsstufe in Krankenhäusern an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unterschritten ist, können bis zu 1000 Personen demonstrieren und müssen auch nicht mehr an einem Ort verweilen.

Die Corona-Inzidenz in Sachsen stagniert zurzeit und bewegt sich im bundesweiten Vergleich im Mittelfeld. Nur fünf Bundesländer haben geringere Werte. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab die Sieben-Tage-Inzidenz für Sachsen am Samstag mit 303,3 an. Am Vortag lag sie bei 303,6. Der Wert gibt an, wie viele Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen registriert wurden. Bundesweit stieg die Inzidenz von 303,4 am Freitag auf 335,9 am Samstag.

Nach Angaben des RKI kamen am Samstag binnen eines Tages im Freistaat 1724 nachgewiesene Corona-Infektionen und 68 Todesfälle hinzu. Damit haben sich hierzulande seit Beginn der Pandemie 667.592 Frauen, Männer und Kinder nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, 13.363 starben im Zusammenhang mit einer Infektion. Die höchste Wocheninzidenz hatte am Samstag der Landkreis Meißen (413,9), die geringste der Landkreis Zwickau (222,7).