Berlin - In der Debatte um mögliche Sonderrechte für Geimpfte hat sich jetzt die Sängerin Nena zu Wort gemeldet. Nena, die 1983 mit dem Hit 99 Luftballons international bekannt wurde, schreibt auf ihrer offiziellen Instagram-Seite: „Ihr Lieben, auf meinen Konzerten wird es auch weiterhin keine Zweiklassengesellschaft geben.“ Und weiter: „Ihr seid immer alle willkommen! Ob du dich impfen lässt oder nicht, ist ganz allein Deine Entscheidung und muss von jedem respektiert werden“.

Hintergrund des emotionalen Posts ist die derzeit entbrannte Debatte um mögliche frühere Lockerungen der Corona-Einschränkungen für geimpfte Menschen. Zuletzt hatte der CEO des Veranstalters Eventim, Klaus-Peter Schulenberg der Wirtschaftswoche gesagt: „Wenn es genug Impfstoff gibt und jeder sich impfen lassen kann, dann sollten privatwirtschaftliche Veranstalter auch die Möglichkeit haben, eine Impfung zur Zugangsvoraussetzung für Veranstaltungen zu machen.“ Darauf folgte eine Welle der Empörung. 

Mittlerweile meldete sich das Unternehmen bei Facebook zu Wort. Hier heißt es in einem aktuellen Beitrag: „Richtigstellung! Es ist falsch, dass CTS Eventim die Teilnahme an Konzerten und Veranstaltungen an eine Impfung gegen das Coronavirus binden will“. Allerdings bestritt Eventim auch in dem neuen Beitrag nicht, dass CEO Schulenberg die Idee als Gedankenspiel geäußert hatte und veröffentlichte das obige Zitat erneut. 

Kritik daran kam auch von anderen Ticket-Vertrieben. S-Promotions teilte laut dem Nachrichtenportal Nordbayern.de mit, dass die Idee von Schulenberg gegen das Diskriminierungsverbot im Grundgesetz verstoße. Unabhängig davon sei sie angesichts der momentan Impfsituation unrealistisch. Vielmehr müssten Veranstaltungen mit Hilfe von Corona-Schnelltests und freiwilligen Impfungen in Kombination mit Maskenpflicht und Hygienekonzepten ermöglicht werden.

Über konkrete Konzepte schreibt Sängerin Nena zunächst nichts. Ihren emotionalen Post beendet sie mit den Worten „Liebe und Licht“, dazu ein Herz-Symbol.