London - Die britische Tochterfirma der Santander-Bank hat an Weihnachten irrtümlich umgerechnet 150 Millionen Euro zu viel an ihre Kunden überwiesen. Die Bank bestätigte am Donnerstag einen entsprechenden Bericht der Tageszeitung The Times. Das Bankhaus will die zuviel gezahlten Beträge nun wieder einsammeln, könnte dabei aber auf Schwierigkeiten stoßen.

Die Santander-Bank sprach von einem „technischen Problem“. 75.000 Überweisungen von 2000 Firmenkunden seien doppelt gebucht worden. Die Empfänger waren demnach vor allem Angestellte oder Partnerfirmen, die ihre Gehälter oder andere Zahlungen doppelt erhielten.

„Kein Kunde hat aus eigener Tasche bezahlt“

Das Geld der versehentlich getätigten Transaktionen sei direkt vom Kapital der Bank abgebucht worden, versicherte Santander. „Kein Kunde hat zu irgendeinem Zeitpunkt aus eigener Tasche bezahlt.“

Die Bank zeigte sich entschlossen, das Geld in Zusammenarbeit mit anderen Banken wieder einzutreiben. Dazu sei ein Verfahren zur Rückholung irrtümlich überwiesener Beträge eingeleitet worden. Nach Informationen der „Times“ hat sich eines der betroffenen Bankhäuser allerdings bereits zurückhaltend gezeigt, die Konto-Daten der Empfänger preiszugeben.