BerlinDie Politikerin Sawsan Chebli (SPD) hat eine einstweilige Verfügung gegen das Magazin „Tichys Einblick“ erwirkt und damit vor Gericht gegen den Journalisten Roland Tichy einen ersten Erfolg erzielt. Das teilte ihr Anwalt Christian Schertz auf Twitter mit. 

Demnach wird dem umstrittenen Publizisten Tichy untersagt, eine frauenfeindliche und sexistische Aussage über Chebli weiter zu verbreiten. Im September war ein umstrittener Beitrag in dem Magazin erschienen. Dort hieß es: „Was spricht für Sawsan? Befreundete Journalisten haben bislang nur den G-Punkt als Pluspunkt feststellen können in der Sozialdemokratischen Partei der alten Männer.“ Es folgte eine bundesweite Welle des Protests. Tichy trat als Vorsitzender der Ludwig-Erhard-Stiftung zurück.

Ende September hatte die Berliner Zeitung berichtet, dass Chebli gegen den Journalisten vorgehen will. Am Donnerstag sagte sie: „Es ist wichtig, dass wir solchen Sexismus nicht verschweigen und dass er nicht weiterverbreitet wird. Ich freue mich, dass es diese Entscheidung jetzt gibt. “

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version hatten wir geschrieben, dass Tichy Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung war. Richtig ist jedoch, dass er Vorsitzender der Ludwig-Erhard-Stiftung war. Wir haben die entsprechende Passage korrigiert.