Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) und Staatssekretärin Sawsan Chebli im Abgeordnetenhaus (Archiv). 
Foto: dpa/Jörg Carstensen

BerlinSawsan Chebli geht weiter in die Offensive. Die Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales sagte dem RBB im Zusammenhang mit ihrer Kampfkandidatur gegen Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller: „Ich weiß, dass ich auf der Straße, im Nahkampf überzeugen kann und ich möchte den Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf zurückerobern.“ 

Über Verlieren denke sie nicht nach, weil sie „erst mal auf Sieg“ setze, so die 42-Jährige weiter. Ihr Verhältnis zum Regierenden Bürgermeister sei trotz der Kampfkandidatur weiterhin entspannt. „Wir haben ein gutes, offenes Gespräch geführt, als ich ihm gesagt habe, dass ich kandidieren werde“, so Chebli.  

Dass sie gegen ihren Chef und Förderer antrete, heiße nicht, dass sie undankbar sei: „Ich bin demütig und ich bin dankbar, dass er mich geholt hat, aber ich habe auch geliefert.“ In ihren drei Arbeitsbereichen sei sie erfolgreich.

Einfach so zu gehen und ihren Hut nicht in den Ring zu werfen, wäre „keine Option“ für sie gewesen, begründet sie ihren umstrittenen Schritt. Ihre Kandidatur sei „ein demokratischer Prozess“. Insofern sei es „total normal“, dass „zwei gute Kandidaten gegeneinander antreten“.