BerlinIm Zuge des Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie ab Mittwoch gelten für Pflegeheime in Berlin neue Regeln. So müssen die Beschäftigten verpflichtend alle zwei Tage auf das Coronavirus getestet werden, wie Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Dienstag nach der Senatssitzung mitteilte. Besucher dürfen nur dann in die Einrichtungen kommen, wenn sie Maske tragen und ein negatives Testergebnis vorweisen. Dieses darf nicht älter als 24 Stunden alt sein, andernfalls sollen sich Besucher vor Ort testen lassen können.

Für Besuche gilt Kalayci zufolge bis auf weiteres die „1:1:1“-Regelung: Pro Heimbewohner ein Besucher pro Tag für je eine Stunde. Über Weihnachten – konkret vom 24. bis 28. Dezember – darf jeder Heimbewohner bis zu drei Besucher am Tag empfangen.

In mehreren Berliner Pflegeheimen gab es in den letzten Wochen und Monaten größere Corona-Ausbrüche. Zuletzt wurde bekannt, dass sich in einer Pflegeeinrichtung in Mitte 150 Menschen mit dem Coronavirus infiziert hatten. 23 waren gestorben. In einer Einrichtung in Reinickendorf infizierten sich 80 von 170 Bewohnern sowie 30 Angestellte. Mindestens zwölf Menschen starben. Nach Angaben Kalaycis soll die Heimleitung abgesetzt werden.

Auch in den Brandenburger Pflegeheimen werden ab Mittwoch neue Besuchsregeln umgesetzt. Nach der dann geltenden neuen Eindämmungsverordnung müssen Besucher während ihres Aufenthalts eine FFP-2-Maske tragen, es sei denn, sie machen einen Schnelltest. „Wir hoffen, dass viele Besucher von den Schnelltests Gebrauch machen oder Masken mitbringen, die in gutem Zustand sind und schützen“, sagte Anne Baaske, Geschäftsführerin der AWO Brandenburg, am Dienstag. Die Beschäftigten müssen sich regelmäßig auf das Coronavirus testen lassen und FFP-2-Schutzmasken tragen. Besuche sind nur von einer Person täglich erlaubt.