Viele kennen den britischen Schauspieler Fred Ward vielleicht noch aus Kultfilmen wie „Der Stoff, aus dem die Helden sind“ (1983), „Tremors – Im Land der Raketenwürmer“ (1990) oder „Short Cuts“ (1993). Mehrere US-amerikanische Medien berichten nun übereinstimmend, dass der vielseitige Charakterdarsteller gestorben ist. Er wurde 79 Jahre alt. Sein Pressesprecher, Ron Hoffman, bestätigte seinen Tod. Über die Todesursache machte er keine Angaben.

„Das Einzigartige an Fred Ward ist, dass man nie wusste, wo er auftauchen würde, so unberechenbar waren seine beruflichen Entscheidungen“, sagte Hoffman in einer Erklärung. Wards lange Karriere, die in den 70er-Jahren ihren Anfang nahm, brachte ihn in zahlreichen Rollen auf die Leinwand, in denen er mit seinem manchmal schroffen, aber fast immer geerdeten Charisma überzeugte.

So spielte er unter anderem als Gewerkschaftsaktivist in „Silkwood“, als Detektiv in „Miami Blues“, als Henry Miller in „Henry und June“ und als Motorradrennfahrer in „Timerider - The Adventures of Lyle Swann“.

Fred Ward: Vom Soldaten zum Hollywood-Schauspieler

Der in San Diego geborene Ward war bei der Luftwaffe, bevor er sich entschloss, Schauspieler zu werden. Da er Schwierigkeiten hatte, Rollen zu bekommen, arbeitete er als Holzfäller, Seemann und Boxer, bevor er seine Schauspielkarriere in Italien wieder aufnahm, wo er 1974 in einem Fernsehfilm von Roberto Rossellini mitspielte. Nach seiner Rückkehr in die USA wurde man in Hollywood schließlich auf ihn aufmerksam.

Er ergatterte sich die Rolle als Bankräuber John Anglin, der in dem Film „Flucht von Alcatraz“ Clint Eastwoods Fluchtgefährte war. Ward war außerdem in bekannten Serien wie „Grey's Anatomy“, „Emergency Room“ und „True Detective“ zu sehen. Er hinterlässt seine Frau Marie-France Ward und seinen Sohn Django.