Hamburg - Der bis ins Greisenalter für Kino und Fernsehen tätige Schauspieler Heinz Lieven ist tot. Lieven starb am Montag vergangener Woche in seiner Heimatstadt Hamburg im Alter von 93 Jahren im Kreis seiner Familie, wie seine Schauspielagentur Commitment am Montag mitteilte. Seine letzte Rolle war die des NS-Juristen Walter von Wenzel, der Film aus der Reihe „Solo für Weiss“ lief vor einem Jahr im ZDF.

Lieven hatte nach dem Zweiten Weltkrieg eine Schauspielausbildung gemacht und zunächst im Theater gespielt. Dem Theater blieb Lieven bis zum Ende treu, noch bis 2012 spielte er den Lehrer Bömmel in „Die Feuerzangenbowle“. Die Produktion wurde mehrere Jahre lang ununterbrochen am Altonaer Theater in Hamburg gezeigt.

Seit den 60er Jahren spielte Lieven auch in über hundert Film- und Fernsehproduktionen, darunter auch eine Reihe internationaler Produktionen. Er war der Opa Brendel in der Kinderserie „Neues vom Süderhof“ und spielte in Fernsehreihen wie „Adelheid und ihre Mörder“ oder den „SOKO“-Reihen.

In einer deutschen Kinoproduktion war er zuletzt 2018 in „Grüner wird's nicht sagte der Gärtner und flog davon“ mit Fritz Wepper als Hauptdarsteller in einer Nebenrolle zu sehen. International spielte Lieven mit 82 Jahren an der Seite von Sean Penne in „Cheyenne – This Must Be the Place“ oder dem 2015 bei den Filmfestspielen in Venedig gezeigten Film „Remember“, der in Kanada produziert wurde.