Lion-sur-Mer - Bei einem Abschleppmanöver ist ein Fischerboot auf rauer See vor Frankreichs Küste am Ärmelkanal gekentert. Drei Fischer werden vermisst, wie die zuständige Meerespräfektur am Freitag mitteilte. Nach mehr als zehn Stunden sei die Suche nach den Männern eingestellt worden. Ihr Boot war demnach in der Nacht nördlich der Küstenstadt Lion-sur-Mer auf eine Welle aufgelaufen und plötzlich gesunken. Die Staatsanwaltschaft in Le Havre hat Untersuchungen eingeleitet.

Die Fischer hatten am Donnerstagabend einen Hilferuf ausgesendet, weil ihr Boot Schäden am Steuerrad hatte. Der Kapitän des Rettungsbootes sagte dem Sender France 3: „Der Seegang war stark, wir hatten schlechtes Wetter.“ Das Fischerboot sei im Schlepptau gewesen. Es habe sich plötzlich auf die Seite gelegt und sei gesunken. „Die Jungs hatten sicherlich keine Zeit, die Kabine zu verlassen.“

Die Sprecherin der örtlichen Meerespräfektur sagte dem Sender, das Wasser sei etwa neun bis zehn Grad kalt. „Angesichts der Anzahl an Stunden, die vergangen sind, ist die Chance gering, dass sie lebend wiedergefunden werden.“