Nach acht Monaten Sperrung sollen Hobbykapitäne und Wassertouristen ab Freitag wieder freie Fahrt zwischen Berlin und Mecklenburg haben. Bei Fürstenberg wird am Vormittag (11 Uhr) feierlich die neu gebaute Schleuse Steinhavelmühle in Betrieb genommen. Das teilte das zuständige Wasserstraßenneubauamt Berlin im Vorfeld mit.

Die Müritz-Havel-Wasserstraße, die Berlin und die Müritz verbindet, war seit September 2021 gesperrt. Bisher konnten Boots- und Schiffführer von der Müritz im Norden nur bis Strasen (Mecklenburgische Seenplatte) schippern, von Süden her aus Oranienburg und Zehdenick war in Fürstenberg (Oberhavel) Schluss. Steinhavelmühle ist von Mecklenburg aus die letzte Schleuse der Müritz-Havel-Wasserstraße vor Fürstenberg.

Die gesamte Erneuerung aller Wasserbauwerke in Steinhavelmühle begann 2019 und soll 2024 abgeschlossen sein. Ziel ist dabei, dass es keine Behinderungen des Tourismus in der Hauptsaison gibt, wozu auch Flusskreuzfahrten gehören. Insgesamt werden an dem Standort 38 Millionen Euro investiert. Kanufahrer müssen vorerst auch die Schleuse nutzen. Die geplante Bootsschleppe werde erst nach der Erneuerung des Mühlenwehres 2023 fertig, hieß es.