Berlin - Gegen den geplanten Bau der neuen Schnellstraße Tangentialverbindung Ost (TVO) durch die Wuhlheide im Berliner Osten haben am Sonntag mehrere Initiativen protestiert. Demonstranten waren auf Fahrrädern und zu Fuß in der Gegend unterwegs. Die Veranstalter, darunter Klima-, Umwelt- und Verkehrsverbände, sprachen von mehreren Hundert Teilnehmern.

Gegner des Projekts kritisieren unter anderem die Kosten des Vorhabens und dass dafür Wald gerodet werden soll. „Die Planungen für die TVO sind ein Relikt der autogerechten Stadt“, kritisierte der Verein Naturfreunde Berlin. Mehrere Initiativen erklärten, eine Verkehrsentlastung werde es nicht durch neue Autostraßen geben, sondern durch Busse und Bahnen sowie Fahrrad- und Fußwege.

Davids/Sven Darmer
Eltern und Kinder fahren zusammen durch ein Wohngebiet im Osten Berlins. 

Wuhlheide: Wald soll für vierspurige Schnellstraße gerodet werden

Die geplante gut sechs Kilometer lange Schnellstraße entlang einer Bahnstrecke würde die Märkische Allee und die B1 in Biesdorf mit der Spindlersfelder Straße und der Straße An der Wuhlheide in Oberschöneweide verbinden. Der Senat argumentiert, dass die vierspurige Straße Wohngebiete vom Verkehr entlasten werde und Gewerbestandorte besser anbinde.

In seiner Zeit als Bausenator hatte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) noch einen Baubeginn für 2016 in Aussicht gestellt. Das Planfeststellungsverfahren hat jedoch auch heute noch nicht begonnen.