„Bomben- und Raketenterror“: Scholz wirft Russland Kriegsverbrechen vor

Russlands Angriffe auf Zivilisten seien Kriegsverbrechen und Terrorismus. Die Bomben- und Raketenangriffe sind nach Scholz Verzweiflungstat Putins.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD)
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD)dpa/Michael Kappeler

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat Russland Kriegsverbrechen und Terrorismus in der Ukraine vorgeworfen. „Bewusste Angriffe auf die Zivilbevölkerung sind Kriegsverbrechen“, sagte Scholz am Donnerstag in einer Regierungserklärung im Bundestag. „Am Ende ist Russlands Bomben- und Raketenterror eine Verzweiflungstat - genauso wie die Mobilisierung russischer Männer für den Krieg“, sagte Scholz.

Der russische Präsident Wladimir Putin „überzieht die Ukraine mit Terror“, sagte Scholz. Der Kanzler beklagte „die brutalen russischen Raketen- und Drohnenangriffe auf zivile Ziele“, denen wahllos Frauen, Männer und Kinder zum Opfer fielen. Putin drohe „der Welt unverhohlen und vollkommen verantwortungslos mit dem Einsatz von Nuklearwaffen. Er will Angst säen, spalten und einschüchtern.“

Scholz sichert Ukraine Unterstützung zu

Putin spekuliere „auf unsere Schwäche - aber er irrt sich“, sagte der Kanzler. „Wir sind nicht schwach. Unser Land steht zusammen. Europa steht zusammen und zeigt Solidarität - untereinander und mit der Ukraine.“ Scholz bekräftigte die Unterstützung für das angegriffene Land: „Die Ukraine wird sich erfolgreich verteidigen, und wir werden sie unterstützen - so lange, wie das erforderlich ist.“

Mit der von Putin angeordneten Mobilisierung sei „der Krieg endgültig im Herzen der russischen Gesellschaft angekommen, in den Familien und auf der Straße“, fuhr der Kanzler fort. „Hunderttausende Russen entziehen sich der Rekrutierung, viele verlassen das Land. All die Lügen und die Propaganda, das Gerede von ‚Spezialoperationen‘ und schnellen Siegen - alles nur Fassade, wie ein Potemkin'sches Dorf.“

Die russische „Taktik der verbrannten Erde wird Russland nicht helfen, den Krieg zu gewinnen“, sagte Scholz. „Sie stärkt nur die Entschlossenheit und den Durchhaltewillen der Ukraine und ihrer Partner.“