Berlin - In wenigen Wochen ist Bundestagswahl. Gleichzeitig finden in Berlin die Wahlen zum Abgeordnetenhaus, zur Bezirksverordnetenversammlung und zur möglichen Enteignung von Deutsche Wohnen & Co. statt. Berlinerinnen und Berliner dürfen also am 26. September bis zu sechs Kreuzchen setzen. Dabei ist manch einer schon mit der Frage überfordert, welche Regierung er in Zukunft an der Spitze unseres Landes sehen will. Zum Glück gibt es einige Hilfen, die zumindest zwei von sechs Entscheidungen erleichtern sollen. Wir präsentieren Ihnen unsere Top Fünf:

1. Der Klassiker: Wahl-O-Mat

Inzwischen gibt es den Wahl-O-Mat seit fast 20 Jahren. Er ist eine Initiative der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) und wurde nach Angaben der Institution schon über 85 Millionen Mal im Vorfeld von Wahlen genutzt. Der Wahl-O-Mat ist nicht nur vor der Bundestags-, sondern auch vor Landtags- und Europawahlen im Einsatz. Er wurde am Donnerstag veröffentlicht.

2. Pro Gleichstellung: Wahltraut

Wenn Ihnen Themen wie Feminismus, LGBTQIA+ und Antirassismus besonders am Herzen liegen, ist Wahltraut die richtige Wahl. Die selbst ernannte „Wahlberaterin zur Bundestagswahl“ setzt einen klaren inhaltlichen Schwerpunkt: Gleichstellung.

3. Go Green: Klimawahlcheck

Die Klimakrise ist eines der zentralen Themen bei der Bundestagswahl. Beim Klimawahlcheck steht es daher auch programmatisch im Mittelpunkt. Ihnen werden 28 Fragen aus den Bereichen Mobilität, Energie, Industrie, Gebäude, Klimagerechtigkeit & Klimaziele sowie Landwirtschaft & Artenvielfalt gestellt. Empfohlen werden dann allerdings nur fünf der etablierten Parteien: SPD, CDU, Grüne, FDP und Die Linke. 

4. Tinder in seriös: WahlSwiper

Der WahlSwiper funktioniert wie Tinder: Finden Sie eine These gut, wischen Sie nach rechts. Spricht Sie die These nicht an, wischen Sie nach links. Da freilich nicht alle Dinge mit Ja oder Nein – oder besser mit Hop oder Top – beantwortet werden können, gibt es immerhin die Möglichkeit, Thesen und Fragen zu überspringen. Also: „Matchen Sie sich Ihre Partei!“

5. Akademisch: Wahl-Kompass

Die Universität Münster hat den Wahl-Kompass entwickelt. Auch bei diesem Tool werden Ihnen 30 Thesen präsentiert, auf die Sie reagieren sollen. Der Vorteil: Beim Wahl-Kompass gibt es Abstufungen – von voller Zustimmung über Neutralität bis hin zu absoluter Ablehnung. Vorab werden Ihnen außerdem einige persönliche Fragen gestellt, etwa zu Alter, Herkunft und Bildungsgrad.