SchongauIm Zusammenhang mit Corona-Todesfällen im Klinikum Schongau in Oberbayern ermittelt die Staatsanwaltschaft München II. In den vergangenen Tagen waren fünf ältere Patienten in Schongau gestorben, die sich im Krankenhaus mit dem Virus angesteckt hatten, teilte der Geschäftsführer der Krankenhaus-GmbH Weilheim-Schongau, Thomas Lippmann, am Freitag in einer telefonischen Pressekonferenz mit.

Bei den verstorbenen Patienten ist aus Sicht der verantwortlichen Klinikärzte die schwere Lungenkrankheit Covid-19 als Todesursache allerdings auszuschließen. „Die Patienten sind mit Corona gestorben, aber nicht an Corona“, hieß es. Bei den fünf Verstorbenen habe es sich um „hochbetagte, seit langem multimorbide Patienten“ gehandelt, sagte Lippmann. Einer der Verstorbenen sei über 70 Jahre alt und schwer krebskrank gewesen, so der Ärztliche Direktor des Schongauer Krankenhauses, Michael Platz. Zwei weitere Betroffene seien älter als 80, zwei älter als 90 Jahre gewesen.

Nun liege es in der Hand der Staatsanwaltschaft, die genaue Todesursache feststellen zu lassen, hieß es. In diesem Verfahren, darauf legten die Klinikvertreter Wert, gebe es „keine Beschuldigten“.

In dem Krankenhaus waren Ende Oktober Dutzende Corona-Fälle festgestellt worden, alle 600 Mitarbeiter mussten sich zeitweilig in häusliche Quarantäne begeben. Es gebe weiterhin einen Aufnahmestopp für Regelpatienten.