Berlin - Die Corona-Infektionszahlen in Berlin sind noch immer hoch, doch immer mehr Menschen sind geimpft. Der Senat hat am Dienstagmittag bekannt gegeben, welche Corona-Regeln künftig gelten sollen. So wurde beschlossen, dass die Warnampel verändert und angepasst wird. Über die Verkürzung der Quarantänepflicht an Kitas und Schulen von 14 auf 5 Tage herrscht nun Einigkeit, wie aus Senatskreisen bestätigt wird. Auch über mögliche Großveranstaltungen für Genesene und Geimpfte wurde gesprochen.

Diese Corona-Regeln hat der Berliner Senat beschlossen:

  • Die Corona-Warnampel wird erweitert. Eine Sieben-Tage-Inzidenz für die Hospitalisierung kommt hinzu, neben dem schon vorhandenen Sieben-Tage-Inzidenzwert für Neuinfektionen und der Auslastung von Intensivbetten. Liegen vier Menschen pro 100.000 Einwohner mit Covid-19 in Berliner Krankenhäusern, ist die erste Warnstufe erreicht. Steigt die Zahl auf acht Menschen pro 100.000 Einwohner, springt die Ampel auf die zweite Warnstufe. Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz soll künftig im täglichen Lagebericht zur Entwicklung der Corona-Pandemie genannt werden.

  • Bei einem Corona-Fall in einer Schule oder Kita wird die Quarantänezeit für die engsten Kontaktpersonen von 14 auf 5 Tage verkürzt. Ziel ist es, dass Kinder und Jugendliche in der Pandemie nicht lange isoliert lernen und leben. „Derzeit gibt es 1050 positiv getestete Schüler“, gab Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) bekannt. 3886 Schüler befänden sich derzeit in Quarantäne. Eine ganze Klasse in Quarantäne zu schicken, sei nicht mehr zeitgemäß, so Kalayci. Die geplante Verkürzung geht auf einen Vorschlag des Wissenschaftlers Christian Drosten zurück. Es gebe immer noch ein Restrisiko zwischen dem fünften und vierzehnten Tag, dies sei jedoch vertretbar, da es an Schulen weiterhin ein Hygienekonzept samt Maskenpflicht gebe, erklärte Kalayci.

  • Eine 2G-Regel gilt in Berlin nun in Clubs und Diskotheken. Die Berliner Clubs öffnen voraussichtlich ab Samstag wieder ihre Innenräume. Einlass bekommen nur Geimpfte und Genesene. Auch in den Innenräumen gilt dort keine Maskenpflicht mehr. Die sonstigen Vorschläge zur 2G-Regel werden noch mal in die Staatssekretärsrunde gehen. In der kommenden Woche soll erneut über die 2G-Regel diskutiert werden.

  • Für die Wahlen zum Abgeordnetenhaus und zum Bundestag soll es ein Hygienekonzept geben.