Berlin - Berlins neue Bildungssenatorin Astrid-Sabine Busse (SPD) sieht eine Parallele zwischen ihrem Job und einem wichtigen Posten im Sport. „Mein Job ist so ähnlich wie der des Bundestrainers, alle waren irgendwann mal selbst in der Schule und wissen deshalb immer alles besser“, sagte sie der Berliner Morgenpost. „Das werde ich aushalten müssen.“

Gefragt wurde sie, ob ihrer Meinung nach zu viel experimentiert werde in der Bildungspolitik. Grundsätzlich hätten die Berliner Schulen eigentlich viel Freiheit, sagte Busse. Es gebe für alle Schulen einen Rahmenlehrplan, der könne aber individuell gestaltet werden. „Wenn man will, kann man sehr viel machen. Ich bin davon überzeugt, dass ein gutes Leitungsteam aus jeder Schule etwas machen kann.“

Habe für meine Schule selbst Router gekauft, als das Internet ausfiel

Ihrer Meinung nach sollte man Schulleitungen ermutigen, Dinge selbst in die Hand zu nehmen und nicht immer darauf zu warten, dass etwas angeordnet werde. „Ich habe das immer so gehandhabt. Als in meiner Schule im Lockdown das Internet nicht ausreichte, bin ich losgegangen und habe ein paar Router gekauft, dann kamen noch welche von der Senatsverwaltung dazu, und wir konnten alle ganz gut arbeiten. Gejammer hätte doch niemandem geholfen.“

Busse war lange selbst Schulleiterin und Vorsitzende des Interessenverbands Berliner Schulleitungen. Eine weitere wichtige Erfahrung für sie sei die Schulinspektion gewesen. „Sie hat mir vor Augen geführt, was sich an meiner Schule ändern muss“, wird Busse in der Zeitung zitiert. „Daraufhin hat sich unser Kollegium in Bewegung gesetzt und Dinge in Angriff genommen.“ Evaluation sei ein wichtiges Instrument für die Schulen.