Arnold Schwarzenegger, Schauspieler aus Österreich und ehemaliger Gouverneur von Kalifornien. 
Foto: ZUMA/Orange County Register

AstoriaDer Film Kindergarten Cop mit Arnold Schwarzenegger wurde auf Druck von Polizeikritikern in den USA aus dem Programm des Northwest-Film-Festivals gestrichen. In dem Film würde rassistische Vorurteile gespeist, so der Vorwurf der Polizeikritikerin Lois Leeven. Zudem werde „die Traumatisierung von Kindern durch die Polizei glorifiziert“. Darüber berichten US-Medien.

Die Schriftstellerin verglich die Komödie, in der Schwarzenegger undercover in einem Kindergarten ermittelt, mit dem Film „The Birth of a Nation“ aus dem Jahr 1915. Der Film, der sich mit dem amerikanischen Bürgerkrieg beschäftigt, gilt gemeinhin als offen rassistisch. Zudem soll er maßgeblich zur Neugründung des Ku-Klux-Klans beigetragen haben. 

Leeven teilte nach Medienangaben weiter mit: „Klar ist ‚Kindergarten Cop‘ nur ein Film, so wie ‚Birth of an Nation‘ und ‚Vom Winde verweht‘ es auch sind. Doch die sind nicht Spaß für die ganze Familie, sondern Relikte einer Popkultur, die rassistische Vorurteile speist.“

Die Autorin weiter: „Was bitte ist witzig daran, wenn die Polizei in der Schule auftaucht. Und wenn man das ‚Von der Schule in den Knast‘-Bild verniedlicht, in dem afroamerikanische, lateinamerikanische und andere nicht-weiße Kids kriminalisiert anstatt unterrichtet werden?“

Von Arnold Schwarzenegger gab es zunächst kein Statement zu den Vorwürfen.