„Schwarzwaldklinik“: Schauspieler Herbert Tennigkeit ist tot

Er war im „Tatort“ und im „Traumschiff“ zu sehen. Auch bei Hörspielen wie „Die drei ???“ und „Fünf Freunde“ wirkte er mit. 

Der Schauspieler Herbert Tennigkeit (als Dr. Laudann, M.) und seine Kolleginnen Eva Maria Bauer (Oberschwester Hildegard, l.) und Gaby Fischer (Schwester Ina, r.) in einer Szene der „Schwarzwaldklinik“.
Der Schauspieler Herbert Tennigkeit (als Dr. Laudann, M.) und seine Kolleginnen Eva Maria Bauer (Oberschwester Hildegard, l.) und Gaby Fischer (Schwester Ina, r.) in einer Szene der „Schwarzwaldklinik“.dpa/United Archives

Jüngere Zuschauer kennen ihn als Stimme des Schurken Skeletor, ältere eher als Dr. Laudann aus der „Schwarzwaldklinik“: Der Schauspieler und Hörspielsprecher Herbert Tennigkeit ist tot.

Das teilte sein langjähriger guter Freund Thomas Speyerer am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Berlin mit. Demnach starb der Charakterdarsteller bereits am Montag in seiner Heimatstadt Hamburg. Er sei in einer Klinik mit 85 Jahren „friedlich eingeschlafen“.

Tennigkeit war auch im „Tatort“ zu sehen

Tennigkeits Paraderolle war der Anästhesist Dr. Laudann in der ZDF-Kultserie „Die Schwarzwaldklinik“. Wer seine Kindheit in den 1980er Jahren verbracht hat, kennt seine markante Stimme aus der deutschen Synchronfassung des totenköpfigen Bösewichts Skeletor in der Zeichentrickserie „He-Man and the Masters of the Universe“ - dunkel, kehlig und schnarrend verlieh er ihm großen Schurken-Charme.

Auch in Jugend-Hörspielreihen des Audiolabels Europa wie „Die drei ???“ und „Fünf Freunde“ wirkte Tennigkeit mit, ebenso in Karl-May-Vertonungen wie „Durchs wilde Kurdistan“. TV-Auftritte hatte er mehrmals in „Tatort“-Krimis und bei der Reihe „Das Traumschiff“.

Tennigkeit, der 1937 in der Nähe von Tilsit (heute im russischen Gebiet Kaliningrad gelegen) geboren wurde, galt als einer der letzten großen Rezitatoren für literarische Texte in ostpreußischer Mundart.