Stockholm - Die Anzahl der Todesopfer bei Schießereien in Schweden ist weiter auf einem hohen Niveau. Innenminister Mikael Damberg sagte am Mittwoch, dass in den ersten acht Monaten diesen Jahres 35 Menschen bei Schussepisoden getötet wurden. Im gleichen Zeitraum 2020 waren es 30 Tote. Die Anzahl der Schusswechsel hingegen sei um 30 zurückgegangen und liege jetzt bei 220.

Einen rückläufigen Trend könne man da aber nicht ablesen. „Es ist natürlich besser, dass die Zahl der Schießereien im Vergleich zum Vorjahreszeitraum insgesamt zurückgegangen ist“, sagte Damberg. „Aber Juni, Juli, August lagen etwa auf dem Niveau von 2020.“ Die Zahl der Explosionen ging von 78 auf 56 zurück.

Schwedische Polizei soll aufgestockt werden

Damberg kündigte an, seine Regierung wolle mehr Polizisten einstellen. „In wenigen Jahren werden wir mehr Polizisten pro Kopf haben als in der Geschichte der modernen Politik. Wir sind ziemlich energisch auf dem Weg.“

Schweden hat ein großes Problem mit Gangkriminalität. Vor allem rund um Stockholm, Göteborg und Malmö kommt es häufig zu gewalttätigen Auseinandersetzungen verfeindeter Gruppen.