Potsdam - Nach der Gewalttat mit vier Toten in einem Wohnheim für Menschen mit Behinderungen in Potsdam hat die Einrichtung mit einer Andacht der Opfer gedacht. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD), Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne), Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) und der Landesbischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Christian Stäblein, waren am Donnerstagabend am Tatort. Sie legten vor dem Wohnheim, dem Thusnelda-von-Saldern-Haus, Blumen nieder und verharrten dort in einer Schweigeminute.

Danach gingen sie schweigend auf das Gelände des diakonischen Vereins Oberlinhaus zur Andacht in der Oberlinkirche in Potsdam-Babelsberg. Andere Teilnehmer der Andacht, darunter Familien, wurden vom Sicherheitspersonal auf das Gelände gelassen.

Eine 51-jährige Pflege-Mitarbeiterin der Wohnstätte steht unter Tatverdacht, am Mittwoch die vier Bewohner getötet und eine weitere Bewohnerin schwer verletzt zu haben. Das Amtsgericht Potsdam wies sie nach Angaben der Staatsanwaltschaft am Donnerstag in ein psychiatrisches Krankenhaus ein. Die Frau schweigt bisher zur Tat.